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„Die Welt ist Klang“ Musikalische Impulse in der Mitte der Woche

November 10 - 18:00

Im Rahmen der Reihe “Die Welt ist Klang” mit Ursula Kurze aus Dresden.

Heinrich Heine
„Das Glück ist eine leichte Dirne…“

 

“Leise zieht durch mein Gemüt,
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling’ hinaus in’s Weite.”
“Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
Den unser Elend nicht konnte erweichen,
Der den letzten Groschen von uns erpreßt
Und uns wie Hunde erschießen läßt … ”

 

Man möchte kaum glauben, dass diese beiden Verse aus derselben Feder stammen. Doch beide sind von Heinrich Heine; der eine stammt aus dem Gedichtzyklus “Neuer Frühling” und wurde unsterblich durch die volksliedhafte Vertonung von Mendelssohn, der andere steht in den “Nachgelesenen Gedichten”, wurde in Karl Marx’ „Vorwärts“ erstmals veröffentlicht und als Flugblatt in hoher Auflage in den Aufstandsgebieten der schlesischen Weber verteilt. Lyrische Innigkeit in Reinkultur auf der einen Seite, flammende, aggressive Polit-Rhetorik auf der anderen markieren die stilistische, inhaltliche und emotionale Bandbreite dieses Schriftstellers. Heinrich Heine, der Dichter der Liebe und der Revolution, gilt als widersprüchlicher Charakter. Ästhetik und Politik, Poesie und Publizistik waren für ihn jedoch keine Gegensätze. Mit einer unverwechselbaren Mischung aus Ironie und bitterem Ernst griff er ein in die literarischen wie politischen Auseinandersetzungen seiner Zeit – einer Epoche großer historischer Veränderungen, die sich in seinem Leben und seiner Dichtung so deutlich wie bei kaum einem anderen widerspiegeln.

 

 

Details

Datum:
November 10
Zeit:
18:00

Veranstaltungsort

Stadtkirche zu Naunhof

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