
Ich grüße Sie mit dem neuen Monatsspruch „Gott spricht: Sucht mich, so werdet ihr leben.“ (Am. 5,4)
Wie geht das – Gott suchen? Meine Empfehlung für Sie ist die Übung eines täglichen Abend-abschlusses. Er funktioniert etwa so wie bei der Wimmel-Buch-Reihe „Wo ist Walter?“. Auf jeder Doppelseite ist ein unglaubliches Gewimmel von Menschen. Und auf jedem Bild ist Walter versteckt. Ihn und seine Freunde muss man finden. Bei der Übung des Tagesrückblickes geht es eigentlich um genau dasselbe: Du schaust dir das Wimmelbild deines Tages an und versuchst, Gott zu entdecken, der sich da irgendwo in dem Gewimmel versteckt hat. Jeden Abend nimmst du auf einem besonderen Stuhl Platz, auf dem du sonst nicht sitzt, entzündest eine Kerze und kommst einen Moment zur Ruhe. Dann richtest du deinen Blick auf den vergangenen Tag und gehst zwei Fragen nach: 1. Wofür bin ich dankbar? 2. Was will ich loslassen?
Sie werden erleben, jeden Tag gibt es Dinge, für die Sie Gott dankbar sein können, auch an schwierigen Tagen. Manchmal mögen es nur Kleinig-keiten sein, an die Sie sich dankbar erinnern und die Sie tief berührt haben. Manchmal mag es das gute Gefühl sein, eine Aufgabe endlich geschafft zu haben. Sie werden feststellen, dass auch anstrengende, hektische Tage im Rückblick verborgene kleine Perlen enthalten haben. Dinge, die Sie verpasst hätten – würden sie nicht am Abend danach Ausschau halten. Jeder Mensch hat es selbst in der Hand, ob er im Laufe seines Lebens dankbarer oder bitterer wird. Es ist eine Frage der Suche nach Gott im Gewimmel unseres Lebens. Manchmal wird uns der Blick auch verstellt von Dingen, die uns am Tag negativ bestimmt haben. Wo habe ich versagt? Wo bin ich etwas schuldig geblieben? Aber auch: Welche Sorgen trage ich mit mir herum? Was belastet mich? Hier ist Loslassen angesagt. Das Loslassen will geübt, wiederholt und trainiert sein. Im Laufe der Zeit verändert sich wirklich etwas. Ängste verlieren ihre beherr-schende Kraft. Sie nehmen weniger Ballast mit in die Nacht und werden sogar in manchen herausfordernden Situationen morgens feststellen, dass Sie erstaunlich gut geschlafen haben.
Gott suchen – die Übung lohnt sich. Beginnen und abschließen können Sie das tägliche kleine Ritual am besten mit einem fest formulierten Gebet, das Sie versuchen, so bewusst wie möglich zu beten: „Gott des Lebens, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir. Gott der Stille, gib alles mir, was mich fördert zu dir. Gott der Zeit, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir. Amen.“
Im Namen aller Mitarbeiter grüßt Sie
Ihr Pfarrer Norbert George
Wie geht das – Gott suchen? Meine Empfehlung für Sie ist die Übung eines täglichen Abend-abschlusses. Er funktioniert etwa so wie bei der Wimmel-Buch-Reihe „Wo ist Walter?“. Auf jeder Doppelseite ist ein unglaubliches Gewimmel von Menschen. Und auf jedem Bild ist Walter versteckt. Ihn und seine Freunde muss man finden. Bei der Übung des Tagesrückblickes geht es eigentlich um genau dasselbe: Du schaust dir das Wimmelbild deines Tages an und versuchst, Gott zu entdecken, der sich da irgendwo in dem Gewimmel versteckt hat. Jeden Abend nimmst du auf einem besonderen Stuhl Platz, auf dem du sonst nicht sitzt, entzündest eine Kerze und kommst einen Moment zur Ruhe. Dann richtest du deinen Blick auf den vergangenen Tag und gehst zwei Fragen nach: 1. Wofür bin ich dankbar? 2. Was will ich loslassen?
Sie werden erleben, jeden Tag gibt es Dinge, für die Sie Gott dankbar sein können, auch an schwierigen Tagen. Manchmal mögen es nur Kleinig-keiten sein, an die Sie sich dankbar erinnern und die Sie tief berührt haben. Manchmal mag es das gute Gefühl sein, eine Aufgabe endlich geschafft zu haben. Sie werden feststellen, dass auch anstrengende, hektische Tage im Rückblick verborgene kleine Perlen enthalten haben. Dinge, die Sie verpasst hätten – würden sie nicht am Abend danach Ausschau halten. Jeder Mensch hat es selbst in der Hand, ob er im Laufe seines Lebens dankbarer oder bitterer wird. Es ist eine Frage der Suche nach Gott im Gewimmel unseres Lebens. Manchmal wird uns der Blick auch verstellt von Dingen, die uns am Tag negativ bestimmt haben. Wo habe ich versagt? Wo bin ich etwas schuldig geblieben? Aber auch: Welche Sorgen trage ich mit mir herum? Was belastet mich? Hier ist Loslassen angesagt. Das Loslassen will geübt, wiederholt und trainiert sein. Im Laufe der Zeit verändert sich wirklich etwas. Ängste verlieren ihre beherr-schende Kraft. Sie nehmen weniger Ballast mit in die Nacht und werden sogar in manchen herausfordernden Situationen morgens feststellen, dass Sie erstaunlich gut geschlafen haben.
Gott suchen – die Übung lohnt sich. Beginnen und abschließen können Sie das tägliche kleine Ritual am besten mit einem fest formulierten Gebet, das Sie versuchen, so bewusst wie möglich zu beten: „Gott des Lebens, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir. Gott der Stille, gib alles mir, was mich fördert zu dir. Gott der Zeit, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir. Amen.“
Im Namen aller Mitarbeiter grüßt Sie
Ihr Pfarrer Norbert George
