Aktuelles aus Naunhof, Klinga und Erdmannshain

Die Titelbilder zeigen große Veränderungen, die auf den ersten Blick keinem auffallen werden. Die Kanzlei in unserem Pfarrhaus bleibt weiterhin Anlaufstelle für Sie in allen die Kirchgemeinden und die Friedhöfe betreffenden Angelegenheiten. Aber sie ist zu einer der Außenstellen des Ev.-Luth. Kirchspiel Muldental geworden. Das Büro ist so eingerichtet, dass künftig darin drei Mitarbeiterinnen Platz finden. Der allgemeine Rückgang der Gemeindegliederzahlen machte es nötig, dass sich die Kirchgemeinden anders organisieren. Schon seit langem wurden die Zuständigkeitsbereiche der PfarrerInnen immer größer, sodass immer neue Gemeindevereinigungen geschaffen werden mussten. Um eine zukunftsfähige Größe zu erreichen, einigten sich die Kirchenvorstände in unserer Region in einem lange währenden Prozess darauf, sich in einem Kirchspiel zusammen zu tun. Der Vorteil dieser Konstruktion ist kurz gesagt der, dass alle bis dahin bestehenden Kirchgemeinden bestehen bleiben, aber die Verwaltung und die Anstellung von PfarrerInnen und MitarbeiterInnen zentral erfolgt und keine weiteren Gemeindestrukturveränderungen nötig werden. Am 20. Januar wurde der Kirchenvorstand des Kirchspiels Muldental gewählt. Zu ihm gehören 16 KirchvorsteherInnen und 10 PfarrerInnen aller beteiligten Kirchgemeinden. Damit ist unser Kirchspiel rückwirkend zum 1.1.2021 rechtskräftig gegründet und arbeitsfähig. Die Kirchenvorstände der einzelnen Kirchgemeinden bleiben bestehen, aber heißen fortan Kirchgemeindevertretung (KGV). Das Kirchspiel hat einen gemeinsamen Haushalt. Dieser wird am 2. März vom Kirchspielvorstand beraten und beschlossen werden. Alle Einnahmen und Kollekten fließen fortan in den gemeinsamen Haushalt mit Ausnahme zweckgebundener Spenden.
Für Naunhof, Klinga, Erdmannshain und Ammelshain gibt es solche zweckgebundenen Konten für jede Kirche, die Pfarrscheune Naunhof, die Kirchenmusik und das Projekt Rolli-Rikscha. Die Kirchgemeinde Erdmannshain ist, da in dieser sehr kleinen Gemeinde nicht mehr genügend Kirchenvorsteher gefunden werden konnten, in beiderseitigem Einvernehmen ab dem 1.1.2021 mit der Kirchgemeinde Naunhof unter dem Namen „Kirchgemeinde Naunhof“ vereinigt. Erdmannshain wird im KGV Naunhof durch Doreen Kuhrmann und Jan Zuchold vertreten. 

Über all dem wollen wir uns festhalten und orientieren an der Jahreslosung (Lk 3,36):
„Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist!“

Ihr Pfarrer
Norbert George

 
 
 
 
 
 

Elisabeth Fichtner wird Pfarrerin in Kühren/Burkhartshain

Es war eine schöne Zeit, reich an gut vorbereiteten Beiträgen, neuen Erfahrungen und Sichtweisen, lebendigem Austausch – die Vikariatszeit unserer Elisabeth Fichtner, die nun schon zu Ende geht. In der Abendandacht am 7. Februar werden wir sie verabschieden und ihr unseren Segen mitgeben auf den Weg, der sie mit ihrer Familie gar nicht so weit entfernt von uns nach Kühren führt. Dort wird sie am 7. März als Pfarrern der Sächsischen Landeskirche ordiniert.

Liebe Elisabeth, du wirst uns hier fehlen, aber deiner ersten „eigenen Gemeinde“ eine gute Pfarrerin sein.
Norbert George

„Dass Erde und Himmel dir blühen, dass Freude sei größer als Mühen, dass Zeit auch für Wunder, für Wunder dir bleib und Frieden für Seele und Leib!“ – mit diesem Kanon haben sie mich vor zwei Jahren so herzlich zum Frauenweltgebetstag begrüßt und in ihren Gemeinden aufgenommen. Nun steht schon mein Abschied an. Ab März werde ich meine erste Pfarrstelle in Kühren mit Burkartshain, Nemt, Nitzschka und Sachsendorf antreten. Mit Vorfreude blicke ich in die Zukunft und auf diese neue Herausforderung, doch weiß ich auch: viele und vieles aus meiner Vikariatszeit in ihren Gemeinden werde ich vermissen. Sie haben mir von Anfang an Vertrauen entgegengebracht, mir konstruktive Rückmeldungen gegeben und mich bestärkt. Ich konnte Erfahrungen sammeln, mich ausprobieren und Ungeahntes entdecken. Manches Vorhaben ließ sich wegen der Pandemie nicht mehr realisieren. Doch es war spannend für mich, ihre Gemeinden auch während dieser Zeit zu begleiten. Vor allem die unzähligen persönlichen Begegnungen sind mir zu einem wertvollen Schatz geworden, den ich nun in mir trage. Und so nehme ich mit großer Dankbarkeit Abschied. Ich danke ihnen für alle Begleitung und Beteiligung an meinem Vikariat, für die entgegengebrachte Herzlichkeit und die fröhliche Gemeinschaft, in der wir miteinander unseren Glauben gelebt haben – es blieb auch Zeit für Wunder.
Von ganzem Herzen danke ich Pfarrer Norbert George für die intensive und freundschaftliche Begleitung meines Weges. Dein Anspruch, den Pfarrberuf authentisch, lebensnah und kreativ zu leben, vor allem aber die Lust daran, Neues auszuprobieren und nicht zu verharren, sind nicht selbstverständlich und beeindrucken mich. So vieles ist für mich selbst tragfähig geworden und wird mich auch als Pfarrerin prägen.

Nun wünsche auch ich ihnen allen, dass Erde und Himmel und ihnen blühen werden…
Ich freue mich, wenn auf manchen Abschied bald ein Wiedersehen folgen wird.

Bleiben Sie behütet
Elisabeth Fichtner