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Aktuelles aus Naunhof, Klinga und Erdmannshain

Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt wird nicht wandeln in der Finsternis.“

„Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt wird nicht wandeln in der Finsternis.“„Was ist das?“ – „Rotes Licht“ – „Was macht es?“ – „Es leuchtet rot“ (- frei nach Mark Uwe Kling). Vielleicht hat der eine oder die andere dieses oder ähnliches gedacht, als er das Bild sah. Rotes Licht?! Die Pomßener haben es sicher sofort erkannt: Rotes Licht in der Taufkapelle der Wehrkirche. Darf man denn das? Einen solchen Ort so illuminieren?

Streng genommen gibt es kein Gesetz, das es verbietet. Unüblich ist es dennoch. Wir sind gewohnt, die Kirche in anderem Licht zu sehen. Schlichter. Vertraut ist eher weiß, sofern das Licht nicht durch bunte Fenster fällt. Die Jugendlichen haben während der Jugendwoche in Pomßen die Taufkapelle als Raum der Stille in ein neues Licht getaucht. Und der Raum erleuchtete rot.

Das andere, fremde Licht verändert den Raum. Wie ein strahlender Punkt erscheint das kleine Fenster. Und die Wände verströmen eine Wärme, die ungewohnt ist. Ganz neu wird deutlich, was für ein Ort dies ist. Wie oft ist wohl an diesem Ort anderen zugesagt worden: Gott ist bei dir, alle Tage deines Lebens, was auch immer geschehen wird. Wir wissen nicht genau, wann die Kirche gebaut wurde. Aber so viel ist klar: Ihre Ursprünge reichen bis ins 12./13. Jahrhundert zurück. Jahrhunderte an Geschichte haben die Mauern erlebt. Schwere Zeiten und gute Zeiten, reiche und arme, Hungerjahre und Krieg, Aufbau und Zerfall. Und immer wieder: Fürchte dich nicht. Gottes Engel ist um dich. Gott selbst wird dich begleiten – im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Du, Kind, bist geliebtes Kind Gottes.

Was auch immer uns Menschen widerfährt: Es kommt darauf an, in welchem Licht wir es sehen. Was kann es heute bedeuten, dass Jesus Licht der Welt ist? Was kann es bedeuten, dass er für mich Licht ist?

Ihr/Eure Bettine Reichelt, Pfarrerin Pomßen-Belgershain und Köhra.